Am Anfang, als die Welt geschaffen wurde gab es keine Jahrezeiten. Alle Dinge wuchsen und verdorrten in ihrer eigenen Zeit. Die Elemente duldeten dies, da sich kein Lebewesen mehr Zeit herausnahm als ihm zustand. Es war chaotisch, doch entsprach es dem reinen Schöpfungsgedanken, der Ordnung durch Chaos entstehen ließ. Die Verfemten jedoch sahen in diesem ewigen Kreislauf die verhasste Macht der Elemente und so taten sich einige der Alten Herrscher noch vor Ausbruch des Großen Krieges zusammen und veränderten das Gefüge. Die Welt wurde kalt, der Kreislauf erstarrte. Stillstand, Leere und Eis breiteten sich aus, wo zuvor Leben entstanden, verdorrt und neu entstanden war. Dieser Angriff traf die Anhänger der Wahren Elemente schwer, denn das ewige Streben Terras kam zum Stillstand, die Feuer von Ignis erloschen und dieWogen Aquas wurden allesamt zu ewigem Eis. So gelang es den Verfemten ohne direkt Hand an ihre Feinde zu legen der Ersten Schöpfung einen schweren Schlag zu versetzen. Doch hatte der Plan der Verfemten einen entscheidenden Fehler: Aeris war noch frei, denn ihre Wildheit und Drängen nach Freiheit konnten sie nicht zum Rasten oder Halten bringen. Der Kampf war lang und die Diener von Aeris mussten all ihr Wissen und alll ihre Kraft um die Stürme und Winde der Welt vereinen. Doch schlussendlich gelang es ihnen, die Starre von den anderen Elementen zu lösen. Die Bedrohung war damit abgewendet und der Angriff auf die Schöpfung vereitelt. Jedoch sollte sich die Welt nie wieder vollständig davon erholen - zu knapp war die Erste Schöpfung dabei ihrem Ende entgangen. Die Jahrezeiten entstanden. In den ersten Zyklen war es unregelmä ßig - die kalte Zeit dauerte mal viele Monde, manchemal blieb sie völlig aus. Und in einigen Jahren brannte das Feuer im Sommer so heiss, dass es mehr Leben verdorrte, als eigentlich vorgesehen war. Doch im Laufe der Zeit pendelte sich alles langsam ein und so entstand das Gleichgewicht, das bis heute andauert. Im Frühling lässt Terra das Leben neu erwachen und säht, was früchte tragen soll. Im Sommer nährt Ignis die Welt mit seiner Wärme, doch verbrennt er auch, um Terras Leben in Bahnen zu lenken. Im Herbst erntet Magica die Früchte und bildet zugleich die Grenze zu den Monden, in denen die Welt dem Stillstand am nächsten ist. Aqua schließlich erfrischt alle Gefilde mit seinem Leben spendenden Nass und ist doch zugleich das Element, welches dem Stillstand des Eises am geneigtesten ist. Darum ist der Winter auch immer die Kälteste der langen Jahreszeiten, doch darf man nicht glauben, er wäre mit der Zeit zu vergleichen, in der einst drei der Elemente völlig erstarrt waren. Denn selbst im härtesten Winter sind noch Tiere und Pflanzen zu finden, nicht jedes Wasser erstarrt und Feuer spendet vielen Herden und Häusern Wärme. Der kälteste Mond des Jahres jedoch ist allein Aeris gewidmet, und er ist ein Mahnmal an die Zeit, in der die Welt zum Stillstand kam und die Mächte der Luft alleine die Erste Schöpfung retteten.