Mein guter Freund,
du weist doch wie ich bin. Egal in welch Misere wir uns befinden, denke ich immer an erster Stelle an Motivation, Wahrheit und den starken Willen der jedem, der das Geschenk der Königin empfangen hat, gegeben sein sollte. Vielleicht bin ich etwas engstirnig, vielleicht aber auch eben nur ein Proclamator und getreuer Diener der Königin. Kaum einer klagt über seine untote Existenz, doch trotzdem stehen wir immer dem zermürbenden Verdruss gegenüber U Ängste kommen hervor, die eigentlich nichts weiter als Hirngespinste sind. Vor wem sollen wir uns denn fürchten? Vor unserer eigenen Dummheit! Wenn wir zögern und zweifeln, wenn wir nicht tun was uns geheißen, dann, aber nur dann, kann unsere Seele in die Fänge der Leere wandern. Wie gerne würde ich gerade sehen wie die Toten unaufhaltsam das Verderben der Schwachen einläuten. Ihre polierten Klingen sind nutzlos gegen Sieche und Krankheit und sind sie erst geschwächt, stellen sie leichte Beute für den Heerwurm dar. Noch mehr Krankheit oder noch mehr Kämpfer in unseren Reihen U sollen sie es sich doch aussuchen. Die Viinshar bringen mich ins grübeln. Ich bin gerade dabei mir Lektüre über die Leere zu verinnerlichen, doch findet sich kaum Wissen über sie. Sobald ich Zeit finde, werde ich intensiver suchen und sehen, ob sich die widersprüchlichen Niederschriften, die ich bisher zu Augen bekam, in Klarheit auflösen. Wie einen Kriegsveteranen behandelt man mich wahrlich nicht, so viel wie ich herum geschickt werde. Doch ich muss zugeben, dass man mir respektvoller gegenübertritt, als manch einem Proclamator, der in diesen Gewölben hier beheimatet ist. Unscheinbar, freundlich und mit reichlich innerem Frieden scheinen sie mir ausgestattet zu sein. Nach meiner Ansprache vor der garde bestätigten mich die beiden anwesend Captains mit reichlichWorten. Drum möchte ich dir zum Schluss eines versichern: Die verwesten Ohren sind weit offen. Es tut sich etwas!
Dein getreuster
Ealhwine