Erster Forschungsbericht Gerchow Pariwals 14.06.1974
Hochgeehrter Meister Vergil Silvanus, Schattenträger Samuels, Hexer von Assansol, Meine Studien kommen gut voran. Gestern bin ich einen kleinen Schritt weitergekommen im Bemühen unserer Herrscher - denen wir ja alle dienen, wie Ihr mir ja eindringlich beigebracht habt - den Elementen ebenbürtig zu sein. Gestern tobte ein heftiges Gewitter über der Stadt, so konnte ich die Versuchsperson in unserer Blitzeinfang-Apparatur einspannen und oben auf dem Dach aufstellen. Als der Blitz in ihn fuhr, zuckte seinKörper unkontrolliert und erschlaffte dann. Die Person überlebte den ersten Blitzeinschlag nicht, aber auch beim zweiten Blitzeinschlag zuckten wiederum seine Extremitäten, obwohl kein Leben mehr im Körper war. Sofort holte ich den Körper nach drinnen, trotz der Gefahr des Gewitters, und nutzte meine eigenen bescheidenen Kräfte: und siehe da, mit kleinen Blitzschlägen in seine Arme konnte ich diese bewegen. Ich setzte immer kleinere und kontrolliertere Schläge an und es gelang mir sogar, einzelne Finger sich öffnen und schliessen zu lassen. Ganz ähnlich war es mit den Beinen. Auch hier konnte ich das Knie beugen und strecken, den Fuß und die Hüfte bewegen. Wäre Areol dagewesen, und wir hätten zu zweit unsere Kräfte walten lassen können, vielleicht hätten wir ihn sogar gehen lassen können. Allein konnte ich jedoch nicht schnell genug die Blitzchen setzen, so dass er das Gleichgewicht nicht halten konnte. Leider war die Zeit zur Forschung begrenzt, denn die Totenstarre setzte ein und ich konnte nicht weiterarbeiten. Dies ist aber das nächste Problem das ich in Angriff nehmen werde. Ich freue mich auf Euren Besuch hier in 9 Tagen wie Ihr es angekündigt habt. Dann kann ich Euch an einer neuen Versuchsperson meine Versuchsergebnisse präsentieren. Natürlich werde ich für genügend Erprobungsmaterial sorgen, damit ich von euch lernen kann. Übrigens, aus der Schädeldecke des Versuchobjektes ließ ich mir eine Schale herstellen, wie ihr einst vorgeschlagen habt. Das Objekt nannte sich Akkan, daher soll sie nun Schale von Akkan heissen. Sie soll mich fortan daran erinnern, daß wir ständig auf der Suche nach Erkenntnis sind.
Es grüsst Euch demütig
Euer treuer Schüler
Gerchow Pariwal